Im September war ich nicht so gut zu Fuß unterwegs. Daher hieß es: Ab aufs Rad. Das Radtraining ist aber doch ganz anders, als das Laufen. Und das nicht nur, weil mir nach einer halben Stunde der A*sch vom Sitzen weh tut. Die gesamte Körperhaltung ist komplett anders und beansprucht Schulter, Rücken und Oberarme viel stärker, als beim Laufen.

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Nach eineinhalb Wochen Laufpause, bedingt durch meinen Außenbandanriss, entschied ich mich, direkt weiter zu machen. Ich habe immer noch vor, in Frankfurt den Marathon zu laufen – da kann ich mir eine acht Wochen Auszeit nicht wirklich leisten. Das ich keine Bestzeit laufen werde, ist mir klar. Das war aber nie mein Ziel.

In der ersten Woche im Fitnessstudio war ich noch über-enthusiastisch. So war ich jedem Tag auf dem stationären Bike und spulte jeweils etwa 60 Minuten ab. Lasst mich euch eines sagen: Das Radfahren im Fitnessstudio ist genau so ätzend, wie das Laufen auf dem Laufband. So ganz ohne Fortbewegung und Ableknung ist es echt ziemlich bescheiden!

In meinem Fall ging es aber nicht anders, da musste ich mich eben durch beissen. Spaß gemacht hat es keinen und so habe ich nach der ersten Woche das Training auf dem Rad schon wieder reduziert.

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Zu allem Überfluß wurde mit dann auch noch mein Rad vor der Haustür weg geklaut! Zwar hatte ich schon eine Weile lang überlegt, ob ich mir ein neues, sportlichereres Fahrrad zulegen will – jetzt musste ich. Ende September habe ich meinen CycloCrosser bekommen und ihn vergangene Woche das erste mal direkt ausgeführt. Mir hat es richtig Spaß gemacht, mit dem Gerät zu fahren. Das Fahrgefühl ist ein ganz anderes, als auf einem handelsüblichen Citybike. Oder kurz zusammengefasst

In der letzten Septemberwoche bin ich wieder ins Lauftraining eingestiegen. Zunächst natürlich nur über kürzere Distanzen. Die lief ich zu allem Überfluß auf dem Laufband. Lediglich eine kleinere Runde im Koppeltraining absolvierte ich an der frischen Luft.

Ich wollte nicht riskieren, dass ich mir bei einem Schlagloch oder Kopfsteinpflaster oder ähnlichen direkt den Fuß noch kaputter mache. Meine Sehnen und Muskulatur sind nach vier Wochen ohne richtige Benutzung sicher noch nicht voll belastungsfähig. Auf dem Laufband habe ich keine Unwägbarkeiten und Unebenheiten, daher erschien mir das als die sicherere Variante.

Es lief aber erstaunlich gut, ich hatte keine größeren Beschwerden. Jedoch habe ich gemerkt, dass durch das Tragen der Schiene mein ganzer Bewegungsapparat ein wenig umgeschult wurde. Nach den ersten beiden Läufchen hatte ich deutlichen Muskelkater in der Wade, im Adduktorenbereich und im unteren Rücken. Krass, wie schnell mein Körper in so kurzer Zeit abbauen kann!

In Sachen Ausdauer bin ich aber überrascht, wie viel davon erhalten blieb. Auch bei der langen Koppeleinheit hatte ich nur wenig Ermüdungserscheinung. Daher bin ich sehr zuversichtlich, dass ich den Marathon Ende Oktober durchstehen kann.

Unter dem Strich war der September dennoch ziemlich ernüchternd. In der Summe komme ich auf 14:19 Stunden Radtraining mit 401 Gesamtkilometern. Gelaufen bin ich nur 22 Kilometer in 2:17 Stunden. Wenn ich nur auf das Zeitvolumen schaue, sind das knapp 25% weniger, als im Vormonat. Unter den Umständen finde ich das durchaus respektabel. Ich bin mir aber nicht sicher, in wie weit das Radtraining das Laufen ersetzen kann. Abgerechnet wird am 30. Oktober.

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