Meine schlechteste Marathonvorbereitung aller Zeiten

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Am kommenden Sonntag ist es soweit: Mit dem Frankfurt Marathon steuert mein Laufjahr unaufhaltsam seinem Höhepunkt zu. Aber: Noch nie habe ich mich für einen Wettkampf so schlecht vorbereitet gefühlt. Nachdem ich im vergangenen Jahr die 3:30 geknackt hatte, habe ich beschlossen, Marathons nicht mehr auf Zeit zu laufen. Ich will mehr Spaß an der Sache haben, die Strecke genießen und die Atmosphäre auf mich wirken lassen. Statt mich 42 Kilometer lang auf die Uhr zu fixieren.

Auch für einen Spaßlauf braucht es Arbeit

Trotzdem muss ich für einen Marathon trainieren. Dabei ist es egal, ob ich Bestzeit laufen, oder mir die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke anschauen will. Ohne diese Arbeit zu investieren wird das Überqueren der Ziellinie nicht einfacher. Der Körper braucht die Erfahrung in Form von Training, um so eine andauernde Belastung durch zu halten. Ein Marathon ist ein Lauf in einer Größenordnung, den man eben nicht mehr einfach so, ohne Vorbereitung absolvieren kann.

In der 12 Wochen langen heißen Phase vor dem Marathon habe ich aber fünf Wochen nicht laufen können. Verletzungsbedingt musste ich auf das Rad umsteigen, was aber gefühlt so gar keinen Effekt hatte. Die ersten Läufe nach dem Wiedereinstieg haben mir klar gemacht, dass ich trotz des Radtrainings jede Menge Kondition abgebaut habe.

In den vergangenen vier Wochen habe ich versucht, mich langsam wieder an einen normalen Trainingsumfang zu gewöhnen. Ich bin aber fast ausschließlich im Grundlagenausdauerbereich gelaufen – kein Tempo, kein Schnickschnack. Hauptsache erst mal die Distanz ohne Probleme bewältigen. Der Rest ist Kür!

Der letzte Formtest vor dem Rennen

Der Herbst macht bunt.
Der Herbst macht bunt.
Nun steht nächsten Samstag der Marathon vor der Tür. Heute habe ich mit einem kleinen 25er noch einmal getestet, ob mein Fuß und mein Körper das durchhalten. Mein letzter Lauf von mehr als zwei Stunden ist schon wieder zwei Monate her: am 21. August. Und was soll ich sagen? Zwischendurch wurde es zwar kurz ein wenig zäh und lief noch nicht ganz 100% rund. Trotzdem war es ein super Gefühl noch mal so eine Distanz zu laufen!

Am Ende des 25er hatte ich sogar Bock noch mal richtig zu #ballern. Fünf Kilometer vor Schluss hatte ich zur Endbeschleunigung angesetzt. Auf dem letzten Stück habe ich dann aber noch mal einen drauf gesetzt. Ich hab richtig Bock auf diesen Marathon nächstes Wochenende. Wenn ich mich da annähernd so gut fühle wie heute und mein Körper durch hält … nicht auszumalen, wie ich dann abschneide!

Dieser erste lange Lauf nach der Verletzung ist gleichzeitig der letzte lange vor dem Marathon. Nach dem Lauf bin ich felsenfest davon überzeugt, dass ich den Marathon packen werde! Dem Gefühl aus diesem Lauf folgend halte ich die 4 Stunden für gar nicht sooo unrealistisch.

Allerdings folgen auf den 25ten Kilometer bei einem Marathon noch 17 weitere. Das ist mehr als ein Drittel der Gesamtstrecke., ungefähr genau so viel wie mir als Vorbereitungszeit fehlt. Was in diesen 17 Kilometern im Frankfurt Marathon noch alles passieren kann… Vielleicht komme ich gut durch, vielleicht auch nicht und ich habe ich irgendwann einen Einbruch.

Um das Ankommen mache ich mir allerdings keine Sorgen. Das Ziel wird 6:15 Stunden nach dem Start geschlossen. Das sollte genug Zeit sein. Da kann ich im Zweifel die zweite Hälfte zügig gehend absolvieren, wenn ich mit einem 2:00 zu 4:00 Split rechne.

Bildnachweis:  r.steinhoefel via flickr. Lizensiert unter  - CC BY SA-2.0

Auch in diesem Jahr laufe ich wieder in der Frankfurter Festhalle über den roten Teppich.

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