Mein Wochenende in Amsterdam mit Brooks

Brooks lud seine Ambassadors nach Amsterdam und einige – darunter auch ich – folgten der Einladung. So gab es ein Wiedersehen mit anderen Bloggern aus dem #runhappy-Programm, die Bekanntschaft mit #ballern-Mann Florian Neuschwander, ein Besuch im Brooks Europa-Center in Amsterdam und die Finalsession der Leichtathletik-EM live im Olympiastadion.

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Disclaimer

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Im Juni 2014 hatte ich mich darum beworben, Brooks Messenger of Run Happy zu werden. Seit August 2014 ist es nun so weit: Im Rahmen dieses Programmes bekommen alle ausgewählten Blogger Produkte von Brooks kostenlos zugeschickt, die sie bzw. wir auf Herz und Nieren testen. Über meine Testergebnisse berichte ich hier in meinem Blog – natürlich vollkommen unverfälscht. Diese Produkte muss ich nicht zurück schicken. In unregelmäßigen Abständen werden wir außer dem zu Events von Brooks eingeladen, die wir gleichzeitig als Treffen der #runhappy-BloggerInnen nutzen. Dennoch spiegeln diese Beiträge meine eigene persönliche Meinung wider und nicht die von Brooks oder anderen Partnern des Run Happy-Programms. Das Bloggerprogramm wurde im Oktober 2016 in dieser Form eingestellt.

Zu Fuß Amsterdam erkunden

Am Samstag musste ich sehr früh raus. In einem Anflug geistiger Umnachtung hatte ich mir einen Flug nach Amsterdam um 08:15 Uhr gebucht. Da ich ja morgens immer etwas länger brauche, schreckte mich mein Wecker bereits um kurz nach fünf aus dem Bett.

I amsterdam Logo am Flughafen Schiphol
I amsterdam Logo am Flughafen Schiphol

Ich hatte meine Bahnfahrt, den Kaffee zum Mitnehmen und die Sicherheitskontrolle perfekt getimed, so dass ich am Gate gar nicht mehr anstehen musste. Die meisten Leute waren bereits in den Flieger eingestiegen und hinter mir kamen nur noch eine Hand voll Personen. Unter anderem auch Florian Neuschwander, den ich in der Gangway direkt ansprach.

In Amsterdam hatte Brooks uns einen Shuttle vom vom Flughafen ins Hotel organisiert. Hier traf ich Flo wieder und schnackte mit ihm über das Laufen, den bevorstehenden 10k Champions Run und das Brooks-Event insgesamt. Wir verabredeten uns für nach dem Hotel Check-In, da wir bis zum offiziellen Start des Programms noch einen halben Tag Zeit hatten. Den wollten wir nutzen, um Amsterdam kennen zu lernen.

Zu Fuß durch Amsterdam mit dem #runhappy Ambassador-Team

Beim Check-In bekamen wir gleich ein EAC Amsterdam Survival-Säckchen von Brooks: Die Amsterdam Pace Setters Special Edition Laufsocken EAC CREW SOCK EMEA, eine Brooks-blaue (!) Blackroll Mini (Affiliate-Link), eine geniale Ride-Happy Fahrradklingel passend zu Holland – und das alles verpackt im praktischen Brooks Turnbeutel der schwer an die Dry Bags (Affiliate Link) erinnert.

http://www.instagram.com/p/BHpL9opgyVs/

Leider waren unsere Zimmer noch nicht fertig, so dass wir unsere Taschen erst einmal woanders unterbringen mussten. In der Lobby stieß dann Sascha von den Brooks Ambassadors zu uns und mit ihm zusammen machten wir uns auf den Weg in die Amsterdamer Innenstadt.

Dort stießen beim Mittagessen Carmen und Mario vom Ambassador-Team zu uns. Zu sechst setzten wir unsere Erkundungstour durch Amsterdam ein wenig fort, bevor wir uns am Nachmittag zurück in Hotel begaben um dort unsere Zimmer zu beziehen. Bevor um 16:30 Uhr das offizielle Programm startete, nutzen wir die Gelegenheit unsere Brooks Launch 3 Amsterdam 2016 Edition abzuholen.

Im Hotel fiel auf, dass viele Brooks Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den verschiedensten Ländern anwesend waren. Anscheinend hat Brooks die Leichtathletik-EM und den Lauf als Anlaß genommen, seine über den Erdball verstreuten Mitarbeiter zusammen zu bringen.

Die sind knall orange, sau bequem und laufen sich super gut. Ich habe mir nach der ersten Laufeinheit gleich ein paar „Standard“-Launch 3 zum Laufen bestellt – denn die Sonderedition finde ich zu schade, um damit laufen zu gehen. Die trage ich lieber in der Freizeit!

Mit dem Boot durch Amsterdams Grachten

http://www.instagram.com/p/BHpU3Qxhn57/

Um halb fünf trafen wir uns mit den anderen Bloggern aus dem Brooks Ambassador Team, die in der Zwischenzeit im Hotel angereist waren. Das waren Manu von Laufwelt, die auch bereits über ihren Amsterdam-Trip berichtete und Caro. In einer kurzen Vorstellungsrunde lernten wir neben dem bereits bekannten „Special Guest“ Flo auch Lou und Jan vom Fit Trio und ei österreichische Fitnessbloggerin Klara Fuchs kennen.

Wir stiegen allesamt in ein Böotchen, schipperten durch die Grachten und lernten Amsterdam aus dieser Perspektive kennen. Das Boot fuhr uns zum wichtigsten Programmpunkt des Tages: Dem Abendessen. Im kuscheligen Gewölbekeller des Restaurants Bo Cinq genossen wir ein hervorragendes Drei-Gänge-Menü.

Im Anschluß an das Abendessen wanderte ein Teil von uns durch die Stadt zurück zum Hotel – jedoch nicht ohne noch eine Pommes Spezial oder Kroketje mitzunehmen. Der Abend dauerte dann auch nicht mehr lang an, da alle ziemlich kaputt von der Anreise waren und am nächsten Tag umso fitter den Lauf starten wollten.

Der Sonntag der Wettkämpfe

Der Sonntag hatte es echt in sich. Caro, Mario und ich hatten uns am Abend zuvor für 7:30 zum Frühstück verabredetet. Denn wir wollten den Start des Halbmarathonfinales der Leichtathletik-EM nicht verpassen.

Wir schlenderten ein wenig in der Nähe des Starts und des Zuschauerblocks herum und schnupperten die EM-Atmosphäre. Der Startschuss für die Frauen fiel um 9:30, für die Männer um 9:50. Das war schon ein ziemlich ausgeklügeltes Timing für die beiden Wettkämpfe auf dem 10,5km-Rundkurs durch die Stadt. Denn so kamen die Frauen schon kurz nach dem Start der Herren bereits zum zweiten Mal durch das Rijksmuseum gelaufen und den Zuschauern an der Start-/Ziellinie wurde nie langweilig. Wir hatten uns ein paar schöne Positionen gesucht, an denen wir die AthletInnen anfeuern konnte und ich eine gute Position zum Fotografieren hatte.

Es hat mich sehr beeindruckt, echte Profi Läufer und Läuferinnen mal aus der Nähe zu sehen. Ich hätte nicht gedacht, dass die Frauen alle so relativ klein sind und dass Arne Gabius wie ein 2-Meter Riese inmitten der anderen Läufer wirkt.

Der Brooks 10k Champions Run

Nach dem Start des Halbmarathon gingen wir zum Brooks-Stand auf dem Museumspleijn und machten uns für den 10k Champions Run fertig. Ich lief mich am Rande der Startboxen warm, machte ein wenig Lauf-ABC und fühlt mich echt gut dabei. Die entzündete Ferse spürte ich zwar noch ein ganz klein wenig, war aber zuversichtlich, dass die für die läppischen zehn Kilometer locker durchhält.

Insgesamt 15.000 LäuferInnen waren für den Lauf gemeldet, die Starblöcke starteten wohl – so wie ich das mitbekommen hatte – im 15-Minuten-Takt bis 12:30 Uhr. Denn als ich im Ziel ankam, waren immer noch nicht alle Blöcke gestartet. Die Stimmung im Startbereich war dennoch sehr freudig-ausgelassen, trotz der vielen verschiedenen Startblöcke und der verschobenen Startzeiten.

In der Startbox selbst war es schon ziemlich voll als ich nach dem Aufwärmen dort ankam. Die Teilnehmer drängelten sich aneinander, ich konnte mich gar nicht so weit nach vorne schieben, wie ich wollte. Kurz vor dem Start richtete der CEO von Brooks noch ein paar Worte an alle Starterinnen und Starter – es waren wohl viele Brooks-Mitarbeiter aus den verschiedensten Ländern im Startblock. Nach einem kurzen gymnastischen Einheizprogramm fiel dann endlich der Startschuß.

Nur ein Fünftel im Soll

Der Startblock war viel breiter als der Ausgang auf die Strecke. Die Läuferinnen und Läufer mussten sich trichterförmig über die Startlinie schieben. Ich kam besser und schneller raus, als ich anfangs erwartete. Dennoch musste ich im ersten Kilometer aber trotzdem ganz schön rumkurven, um an Langsameren vorbei zu kommen. Mein Ziel war es erneut, die 40:00 Minuten anzugreifen, was einen Schnitt von 4:00 Minuten pro Kilometer entspricht. Da ich im Juli hierbei schon kläglich versagt hatte, wollte ich es heute wissen.

Das erste Fünftel des 10-Kilomter-Laufs lief wie gemalt: 3:52 und 4:01 waren meine Zwischenzeiten. Der Dritte Kilometer war dann mit 4:12 schon nicht mehr ganz perfekt, glich sich mit dem ersten aber noch ganz passabel aus. Die erste kleinere über eine der Grachten nach nicht ganz Zweieinhalb Kilometern ärgerte mich direkt: Muss das jetzt sein? Mein Puls war hier schon kurz vor dem Maximum – solch ein kleiner Anstieg, seien es nur ein bis zwei Höhenmeter auf 15 Metern Länge, trieb meinen Puls natürlich zusätzlich in die Höhe.

Die Laufstrecke war alle 2,5 Kilometer mit einer Verpflegungsstelle ausgestattet, was bei den Temperaturen kurz vor der 30°-Marke gar nicht schlecht war. Kurz nach der ersten Verpflegungsstelle folgte dann die zweite kleine Brücke. Im folgenden, vierten Kilometer führte die Strecke über weitere fünf kleine Brücken über die Grachten.

Kurze Videoausschnitte von meinem Lauf

Der Flachlandindianer scheitert am Auf und Ab

Die Brücken waren an und für sich eher lachhaft. In der Summe haben sie aber gereicht, um mich fertig zu machen und sie haben mich schlußendlich aber einfach aus dem Rhythmus gebracht. Faktisch habe ich bei Kilometer 3,7 auf Höhe der Hermitage nach 15:30 Minuten aufgegeben, bin über diese Brücke nur noch gegangen und bin dann weiter getrabt. Die nächsten vier Kilometer bin ich ganz entspannt im fünfer Schnitt gelaufen und habe ab und zu – vor allem an den Verpflegungsstationen – eine kurze Gehpause eingelegt.

Durch das Brücke-auf und Brück-ab bin ich insgesamt doch stärker auf der Ferse gelaufen, als mir lieb war. Die fing dann während des Rennens natürlich auch noch an zu ziepen, was sich über die Achillessehne bis in die Wade hoch zog. Auch das Wetter war erneut ziemlich heiß, vielleicht konnte ich die brücken deshalb nicht so gut bewältigen.

Irgendwann kam endlich die Ziellinie

Bei Kilometer 6,5 kam mir Flo im Vondelpark bereits entgegen – zu diesem Zeitpunkt hatte er das Rennen also schon fast beendet. Ich bin mir nicht sicher, ob es dieser Moment, oder die super Cheering Zone im Vondelpark mit der absolute Mega-Stimmung +-mir noch mal einen kleinen Schub gab. Bereits den siebten Kilometer lief ich wieder in weniger als fünf Minuten, Kilometer neun und zehn dann sogar in 4:30. Am Ende hatte ich nach der kurzen Erholungsphase doch wieder genug Luft um wenigstens im Halbmarathon-Wettkampftempo zu laufen.

Nach etwas mehr als 47 Minuten überquerte ich dann endlich die Ziellinie. Ich war froh, dass es endlich vorbei war. Die 10 Kilometer habe ich wieder nicht in 40 Minuten geschafft. Ich wollte das Rennen so schnell wie möglich abhaken.

Nach dem Lauf ging es mit den anderen Ambassadors zurück ins Hotel zum Duschen. Nach einem kurzen Päuschen machten wir uns auf zum Olympiastadion – natürlich alles zu Fuß. Laut Polar Flow bin ich an diesem Tag insgesamt 36 Kilometer „in Schritten gemessen“ – wie es dort so schön heißt – gelaufen. Das halte ich zwar für zu viel, aber wer wird es schon wagen die Genauigkeit der Activity-Tracker anzuzweifeln?

Leichtathletik-EM hautnah

Bevor wir im Olympiastadion in den Zuschauerblock gingen, hatten wir uns das Brooks Europa-Büro angeschaut. Das ist nämlich nicht irgendwo in der Nähe des Olympiastadions, sondern mitten drin – am Spielfeldrand sozusagen. Nach einen kurzem Stopp im HQ gingen wir dann ins Stadion und schauten und einige Wettkämpfe an. Das war der absolute Hammer!

Einerseits ist es absolut krass, dass gleichzeitig vier oder fünf Wettkämpfe ausgetragen werden: Da war Hammerwerfen, Kugelstoßen, Dreisprung, Hochsprung und ein Wettkampf auf der Laufbahn gleichzeitig. Mir fiel es schwer, mich auf eine einzelne Sache zu konzentrieren. Das hatte den schweren Vorteil, dass die ganze Zeit Stimmung im Stadion war – vor allem natürlich, wenn die Holländischen Athleten in Erscheinung traten.

Absolut faszinierend war es aber bei den Sprint-Staffeln: Sobal die Sprinter in die Startblöcke geordert wurden, wurde es mucks-mäuschen-still im ganzen Stadion. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Mit dem Startschuß sind die Zuschauer auf den Rängen dann förmlich explodiert! Solch eine Stimmung kannte ich gar nicht, das kommt im Fußballstadion in der Form nicht vor.

Ich war ebenfalls schwer beeindruckt, dass das Stadion so gut gefüllt war – es sah so aus, als wären alle Sitzplätze besetzt. Zwar hat das Olympiastadion in Amsterdam vielleicht nur 20.000 bis 25.000 Plätze, aber ich hätte mir nicht träumen können, dass so viel Interesse daran besteht, Leichtathletik im Stadion anzuschauen.

Ein aufregendes Wochenende

Der Sonntag war ziemlich anstrengend. Ich war froh, dass ich mir in Eigenregie eine Verlängerungsnacht im Hotel gebucht hatte. So konnte ich das Finale der Fußball-Europameisterschaft gemütlich in einer Amsterdamer Kneipe um die Ecke vom Hotel anschauen. Den Montag ging ich bis Mittags ganz entspannt an, erholte mich von dem aufregenden und spannenden Wochenende und ließ die gesammelten Eindrücke auf mich wirken. Am frühen Nachmittag ging es mit dem Flieger wieder zurück in den Alltag.

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