Irgendwie muss ich mich verzählt haben. Mein Trainingsplatz sah für die vergangene Woche 55 Laufkilometer vor. Laut Runalyze habe ich jedoch 65 hinter mich gebracht. Hatte ich in dem Ausmaß auch noch nicht. Den Pfeilwertungen von Runalyze nach zu urteilen war die ganze Woche jedoch nicht so gut. Zumindest kann es nicht gut sein, wenn der Pfeil nicht nach oben zeigt, denke ich mir.

Der Intervallauf am Dienstag war so lala. Natürlich ging es irgendwie, natürlich war es am Ende anstrengender als zu Beginn, aber am Ende gibt’s im Westen nichts neues. Außer vielleicht, dass ich mit Warm und Auslaufen insgesamt 16 Kilometer allein für diese Einheit hatte? Naja, ich war selbst ein wenig überrascht, aber irgendwie war es auch plausibel. Die letzten beiden Intervalle musste ich ganz schön gegen den inneren Schweinehund kämpfen, der war nämlich schon recht platt. Bei 192 Herzschlägen pro Minute im letzten Intervall war ich dann der körperlichen Grenze auch sehr nah. Ich war nicht froh, alls ich den letzten Intervall fertig hatte, sondern erleichtert.

Den Dauerlauf am Donnerstag hatte ich fälschlicherweise erst als Tempodauerlauf markiert. Bis ich am Wochenende den Rest meines Trainingsplanes bis Oktober in das Polar-Portal eingegeben habe. Da stehen jetzt noch ganz andere Brocken im Kalender. Dagegen ist der Lauf mit einem knappen 5:00er Schnitt ein gemütlicher Aufwärmer.

Beim progressiven Dauerlauf am Samstag habe ich dann gleich an zwei Stellen überzogen: Zum einen bin ich jeweils elf Minuten Warm- und Ausgelaufen, was bei mir im moderaten Tempo schon mal rund 4 Kilometer sind. Dazwischen ich dann noch 10 Kilometer lang mit steigendem Tempo gelaufen, indem ich mir die Distanz in drei Abschnitte mit 6 Kilometer und zwei mal 2 Kilometer eingeteilt habe.

In den letzten beiden wollte ich das Tempo dann immer ein Stückchen weit erhöhen. So weit so gut, hat auch super geklappt. Im letzten Abschnitt dann habe ich aber ein wenig überzogen. Ich wollte nur in den Übergangsbereich (GA1/2) laufen, bin aber leicht darüber hinaus in den GA2 rein gerutscht. Naja, passiert eben. In diesen Bereich muss ich ja dann im September sowieso rein, dann aber über 14, 16, oder sogar 18 Kilometer. Holla die Waldfee!

Der lange Lauf am Sonntag fiel unter die Sorte Kontrastprogramm. Zum einen bin ich für die 20km-Strecke einfach mal in die andere Richtung gelaufen – ein wenig Abwechslung muss ja sein. Zum anderen war das Wetter auch ganz anders, als in den … wieviel waren das jetzt eigentlich? Vier Wochen? Sechs Wochen? Na jedenfalls hat es endlich mal geregnet! Den ganzen Tag lang. Und es waren gefühlt auch weniger als 20 Grad draussen. Nicht schlecht, endlich war das Wetter mal halbwegs Läuferfreundlich.

Mit Laufjacke bin zwar los gelaufen, die habe ich dann nach einer Dreiviertelstunde dann ausgezogen und in meinem Laufrucksack verstaut. Das ist zwar nur ein billiges Einsteigermodell, aber bisher muss ich sagen erfüllt es total seinen Zweck. Zum einem hab ich ausreichend Wasser dabei für den langen Lauf, zum anderen noch genügend Platz für eine Jacke und eine Banane. Jedenfalls war es trotz des leichten Nieselregens gar nicht unangenehm, ohne Jacke zu laufen. War angenehm warm.

Cool war auch, dass es am Mainufer, gerade in der Innenstadt, nicht so voll war. Da hat sich das Ausschlafen wirklich bezahlt gemacht. Ich konnte nahezu ungestört da lang laufen und nur ein paar wirklich ambitionierte LäuferInnen kamen mir entgegen (mich zu überholen traut sich ja keiner ;-) ). Vermutlich war auch der ein oder andere JoggerIn dabei, aber die haben sich im Schutze des Regens gut getarnt. Schon am Samstag bin ich ja erst am späten Vormittag los gelaufen, weil es ja nicht mehr ganz so warm war. So hatte ich zumindest gefühlt noch ein wenig Erholung, trotz der Läufe.

Da bin ich ja mal gespannt, was ich in dieser Woche zurück lege, in der dann wirklich auch 65 Kilometer auf dem Plan stehen. Denn in der letzten Woche habe ich in 5:35 Stunden 65,3 Kilometer laufend zurück gelegt. Meine Grundlagenausdauer ist laut runalyze aber immer noch erst bei 29%. Damit hätte ich dann in den letzten acht Wochen satte vier Prozentpunkte zugelegt *hüstel*.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.