Den ersten Herzfrequenzgurt aus dem Hause Garmin habe ich ja bereits nach etwa sechs Monaten entsorgen müssen. Aber auch der Austauschgurt, der als deutlich hochwertiger verarbeitete Garmin Premium Herzfrequenzgurt daher kam, hielt nicht lange. Pünktlich vor dem Marathon – wo sein Einsatz fast am wichtigsten war – gab er ganz den Geist auf und ließ mich im Stich. Lange habe ich mit mir gehadert, ob ich mich noch einmal durch die Support-Wirrungen von Garmin quälen will, ein Formular ausfüllen, Beipackzettel und Rechnungskopie vom Forerunner ausdrucken und das alles mit dem HF-Gurt per Warensendung durch Deutschland schippern will, um einige viele Tage später dann wieder einen Gurt zu bekommen.

Mal abgesehen vom Aufwand, der für mich dahinter steckt, mangelte es mir vor allem an einem, um mich für diesen Weg zu entscheiden: am Vertrauen in das Produkt. Ich habe ja immer wieder mal nach diesem Phänomen gegoogelt, dass der Gurt irgendwie rum zickt. Und scheinbar ist das bei den Herzfrequenzgurten von Garmin normal. Das bedeutet für mich: für den Aufwand, noch einmal den Gurt austauschen zu lassen – vorausgesetzt Garmin macht das überhaupt – ist mir zu hoch. Denn von dem neuen HF-Gurt muss ich ja davon ausgehen, dass der wieder nur ein halbes Jahr hält.

Ganz ehrlich: Ich glaube diese HF-Gurte sind sowieso nicht für einen „ekzessiven“ Einsatz konstruiert. Vielleicht sind die gut für den Otto-Normal-Jogger, der zwei bis drei mal die Woche eine halbe Stunde laufen geht. Für ambitionierte Freizeit-Marathonis, die in der Woche mal locker 4 bis 5 Laufeinheiten mit mindestens einer Stunde Dauer einlegen, verschleisst dieser Gurt einfach viel zu schnell. Ich frage mich dabei nur noch, warum das dann überhaupt beim Forerunner 310 XT dabei ist. Denn die Uhr ist eigentlich für Triathleten gedacht – und die dürften ja selbst in der untersten Ambitionsstufe einen ähnlichen Trainingsumfang von mehr als vier Stunden pro Woche haben.

Kurzum: Ich beschloss, mich nicht noch einmal mit dem Support rumzuärgern. Ich wollte mir aber auch keinen neuen Gurt von Garmin kaufen, denn die kosten neu etwa 50,-€ – was ich ein bischen heftig finde. Zwar gibt es den Garmin Premium Herzfrequenz Brustgurt auch einzeln (ohne Sender), der ist aber nicht gerade wesentlich günstiger. Auch der „einfache“ Textilgurt von Garmin schlägt mit knapp 60,- € in der Kasse zu Buche, auch wenn hier wiederum ein Sender mit dabei ist. Aber der Sender war ja bei mir gar nicht kaputt – so zumindest meine Spekulation. Also brauchte ich ja nur den Gurt neu, nicht die Sendeeinheit.

Also habe ich ein bisschen rumgegoogelt und mir bei Amazon den Soft Strap Brustgurt vom Konkurrenten Polar geholt. Und ich muss sagen: Bisher bin ich super zufrieden. Der Herzfrequenzgurt von Polar funktioniert einwandfrei. Ich brauchte keine neue Sendeeinheit dafür, denn die vom vorherigen Gurt, dem Premium HF-Gurt von Garmin, passt dort genau drauf. Ich musste auch nicht, wie an manchen Stellen berichtet, an den Druckknöpfen rumschneiden, damit der Sender passt. Zwar sind die Knöpfe bei Garmin etwa 2-3 Millimeter enger zusammen, als bei Polar, aber das tut der Funktionalität keinen Abbruch. Und die Herzfrequenzmessung läuft. Ohne Einschränkungen.

Ob der Gurt aber wieder nur ein halbes Jahr hält, kann ich noch nicht sagen. Das wird sich naturgemäß erst im Laufe der Zeit zeigen. Bei dem Preis von knapp 15,-€ habe ich aber kein Problem, mir den HF-Gurt noch einmal zu kaufen, falls er wieder aufgibt. Vielleicht verkauft Garmin bis dahin dann ja auch den Gurt einzeln ohne Sendeeinheit.

Ich habe dann später auch gelesen, dass der Gurt und Sender vom adidas miCoach, ca. 40,- € auch mit dem Forerunner dank ANT+ koppelbar sein soll. Angeblich soll auch der adidas miCoach Herzfrequenz-Gurt für den Sender des Garmin-Herzfrequenzmessers passen, aber der ist mit knapp 30,- € auch nicht gerade günstig. Ob er tatsächlich passt, habe ich aber (noch) nicht getestet. Daher weiss ich nicht, ob der Garmin Herzfrequenz-Sender dort anstandsfrei drauf passt. Vielleicht probiere ich das bei der nächsten Gelegenheit aus. Denn ich habe mir auch noch ein weiteres Gadget geleistet: Den Garmin Footpod Laufsensor. Diesen gibt es auch von adidas miCoach. Den Laufsensor beschreibe ich dann aber in einem meine nächsten Beiträge :-)

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