Bereits im letzten Jahr hatte ich überlegt, ob ich nicht zur ISPO nach München fahren will. Termin passte es aber nicht so richtig und fiel daher für mich aus. In diesem Jahr hatte ich den Platz in meinem Kalender frei. So konnte ich die weltweit größte Messe für das Sport Business besuchen.

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Kostenloser Eintritt für Blogger

Aufgrund meiner Blogtätigkeit durfte ich mich für die ISPO als Pressebesucher akkreditieren. Das ist nicht der Normalfall! Denn in der Regel brauche ich, um als Pressevertreter bei Veranstaltungen anerkannt zu werden, entweder einen Presseausweis oder eine nachgewiesene Tätigkeit bei einem Pressemedium. Als solches gelten normalerweise nur die guten alten Printmedien (Zeitungen, Zeitschriften) oder Rundfunkmedien (Radio, TV).

Nachdem die Akkreditierung positiv durch gegangen war, musste ich mich nur noch um eine Unterkunft kümmern. Hotelübernachtungen schieden für mich ziemlich schnell aus. Ich wollte so viel wie möglich von der Messe mitnehmen. Bei Übernachtungskosten von um die 200,- € pro Nacht habe ich aber keinen Spaß daran! Zum Glück kam ich in den Genuß einer Privatunterkunft bei einem Freund und so jeden Messetag nutzen. Tausend Dank, Pipo!

Im Vorfeld der Messe habe ich mir überhaupt keine Gedanken gemacht, was ich dort eigentlich sehen will. Ich habe mich auch nicht wirklich mit den Ausstellern auseinander gesetzt oder recherchiert, welche Neuheiten sie dort zeigen wollen. Vollkommen planlos ließ ich die Sport-Business Messe einfach auf mich zu kommen.

Sonntag: Erst mal Orientierung bekommen

So fuhr ich am ersten Messetag entspannt mit der S- und U-Bahn zur ISPO. Ich wollte nicht direkt um 9 Uhr dort sein und anstehen müssen. Als ich dieses Bild sah, wusste ich genau, warum.

Den ersten Tag wollte ich in Ruhe nutzen, um einen groben Überblick zu bekommen, was es alles zu sehen gibt. Immerhin wartet die ISPO mit 16 Hallen und tausenden Ausstellern auf.

Schnell habe ich festgestellt, dass das Meiste für mich als Läufer nicht richtig interessant ist. Es gab drei Hallen, in denen es nur um Ski, Snowboard und Wintersport ging. In drei anderen Hallen ging es fast ausschließlich um Textilherstellung, Fasergemische und Zulieferung. Außerdem waren in zwei Hallen die Skater und andere Action-Sportarten vertreten. Die kamen für mich auch nicht so richtig in Frage. Überall verstreut in den Hallen war auch viel Fashion-Gedöns zu finden, was mich persönlich so absolut gar nichts angeht.

Das Sortiment, mit dem ich mich hauptsächlich beschäftigen wollte, war also auf zwei oder drei Hallen verteilt. Im Laufe der Messe stellte ich aber fest, dass auch in den anderen Hallen interessante Sachen verborgen waren. Die hatten nicht unbedingt direkt etwas mit dem Laufen zu tun, waren aber dennoch spannend zu sehen. Andere Stände wiederum schienen vollkommen deplaziert auf der Messe zu sein. Bei manchen fragte ich mich, was die dort eigentlich wollten. Vielleicht habe ich es auch einfach nicht verstanden.

A run with a view.

A photo posted by Running Rob (@rob_st) on

Gegen Mittag war ich dann leicht überdosiert von den Eindrücken auf der ISPO. Das ganze Wandern durch die Messehallen hatte mich ein wenig müde und hungrig gemacht. Beim Anblick der Preise für einen kleinen Snack – Bratwurst im Brötchen für schlappe 7,- € – entschied ich mich, in mein Nachtlager zurück zu kehren. Den Nachmittag nutzte ich dann für ein kleines, entspanntes Läufchen entlang der Isarauen, bevor es abends zum All-you-can-eat Buffet beim Asiaten ging.

Montag: Treffen mit den anderen Lauf-Bloggern

Am Montag morgen habe ich mich kurz mit Jörn von den Foxletics getroffen. Ich hatte ihn gerade erst eine Woche zuvor vom Rodgau50 Pasta-Essen in Persona kennen gelernt. Wir tauschten uns über unsere Erwartungen und Pläne über die Messe aus. Wobei, ich hatte da ja gar nicht viel zu tauschen. Jörn erzählte mir aber, dass er beruflich hier wäre und einige Termine hat.

Am späten Vormittag traf ich Sascha aka Trailrunner’s Dog. Auch er hatte nicht so richtig eine Vorstellung, was er unbedingt sehen mag. Also schlenderten wir zu zweit gemütlich durch die Messehallen. Für Läufer schien es keine bahnbrechende Neuerfindung zu geben. Worin auch? Ist ja alles schon mal irgendwie da gewesen. Nichts desto Trotz haben wir die eine oder andere Kuriosität gesehen.

Gegen Mittag trafen wie dann den Laufspatz. Kurz zuvor hatte ich erst die Presselounge entdeckt. Ein abgeschiedener Raum mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und einer kleinen Kaffeebar. Hier hatten wir Blogger als Pressevertreter natürlich Zutritt. Zu Dritt machten wir uns auf den Weg dorthin. Bei einer gemütlichen Tasse Kaffee tauschten wir unseren Rodgau50-Erholungsstatus aus.

Flo Neuschwander auf der ISPO 2017
Hier gab der Flo gerade ein Interview. Nach einem Selfie mit mir und dem Trailrunner’s Dog hat er sich aber nicht getraut zu fragen 🙂

Während Isabell einen Termin wahr zu nehmen hatte, war ich mit Sascha im Einkaufszentrum gegenüber der Messe zu Mittag essen. Nach dem Mittag schauten wir noch kurz bei Flo Neuschwander am Garmin-Stand vorbei. Flo war wieder zu schüchtern, uns zu fragen.

Eigentlich hätten noch einige andere Lauf-Blogger kommen sollen. Einige hatten leider kurz vorher noch abgesagt. Vielleicht habe ich andere auch voll verpasst. Schade, vielleicht bei der nächsten Gelegenheit!

Nachmittags haben wir uns in der Influencer Loung der ISPO wieder getroffen. Ich fand es richtig klasse, dass es während der Messe diese Ruheinseln gab. So konnte ich mich zwischendurch ein wenig erholen und die gemachten Eindrücke Revue passieren lassen. Den ganzen Tag über die Messe zu laufen hätte ich wohl kaum geschafft.

Dienstag: Der Erholungstag

Trotzdem habe ich den nächsten Tag locker gestartet und erst mal ausgeschlafen. Gegen acht Uhr stand ich vor der Tür und habe meinen nächsten kleinen Lauf gestartet. Die Isarauen zu erkunden, hat mir viel Spaß gemacht. Ich weiß gar nicht, ob es daran lag, dass die Umgebung so neu und unentdeckt war. Oder ob ich einfach nur gute Laune hatte. Vielleicht lag es auch daran, dass die Strecke ziemlich trailig war. Das ist etwas vollkommen Anderes, als die üblichen asphaltierten Wege, die ich am Mainufer laufe.

Ich hatte jedenfalls voll Bock, weiter zu laufen. Vom Prinzip ist es an der Isar genau wie am Main: Wenn ich bei der Brücke nicht über den Fluss und zurück laufen will, nehme ich eben die nächste. Mit dem Unterschied, dass ich in München nicht wusste, wann die nächste Brücke kommt!

Das Wetter war zum Laufen perfekt! Zwar war es frisch, aber mit einer dünnen Jacke und Handschuhen war es angenehm zu laufen. Am Ende war ich knapp eine halbe Stunde länger unterwegs, als ich ursprünglich wollte. Das ist das schöne an Urlaub: Man kann sich auch einfach mal treiben lassen!

Schlussendlich war ich erst gegen Mittag wieder auf der Messe. Hier haben Sascha und ich im Endeffekt das gleiche Programm durchgespielt, wie bereits tags zuvor.

Am Abend traf ich den Laufspatz wieder und wir gingen zur Pool-Party. Denn die ISPO hat auch ein Schwimmbecken, bei dem die Wassersport-Aussteller ihre Produkte zeigen. Nach einen ausführlichen Plausch bei einem oder zwei Bierchen verabschiedeten wir uns wieder. Auf dem Weg zur Bahn war schaute ich noch kurz auf der After-Work-Party auf dem Messegelände vorbei. Es scheint, als würden die Sport-Business-Leute auch ganz gerne feiern 🙂

ISPO 2017 - After Work Party

Mittwoch: Zeitig Feierabend

Der letzte Messetag war auch eindeutig der ruhigste. Nicht nur, weil deutlich weniger Besucher als in den tagen zuvor dort waren. Ich hatte auch den Eindruck, dass viele Aussteller bereits ihr Standpersonal reduziert hatten. Teilweise sogar auf Null, einige wenige hatten auch schon die komplette Standaustattung abgebaut.

Ich schlenderte noch ein wenig über die Messe und wollte mir eigentlich noch eine Kleinigkeit kaufen. Auf dem Stand von Camelbak habe ich eine isolierte Soft Flask gesehen (Affiliate Link), die gut in mein Ausrüstungs-Sortiment passen würde. Mir war es leider nicht möglich die zu kaufen, da der Stand zu diesem Zeitpunkt personell unterbesetzt war.

Dann war die ISPO 2017 für mich auch schon rum. Gegen Mittag reiste ich mit Sascha ab, denn er kutschierte mich bis vor die Haustür in Frankfurt. Vielen Dank nochmal dafür! 🙂

Beim nächsten Mal…

Für mich war es der erste Besuch auf einer Sportmesse. Ich hatte mir vorher keine Gedanken gemacht, was ich dort eigentlich sehen will, wer dort alles ausstellt und was für interessante Neuheiten gezeigt werden.

Das werde ich beim nächsten mal anders machen! Wenn ich vorher schon halbwegs eine Orientierung habe, bleibt mehr Zeit zum Stöbern und zum Entdecken. Obwohl nur ein kleiner Teil der Messeaussteller für mich als Läufer relevant ist, gibt es einige interessante Sachen auch in anderen Bereichen zu sehen. Und nach denen musst du eben ein wenig suchen.

Welche Produkte ich interessant fand, erzähle ich dir in meinem nächsten Beitrag! Soviel vorweg: Die Garmin fenix 5 gehört nicht dazu!

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