Nach vier langen Wochen Pause wegen Urlaub, Faulheit und Gedöns habe ich direkt im Januar wieder mit dem „Training“ angefangen. Es ist schon bemerkenswert, wieviel Leistungsfähigkeit man in einer solch kurzen Zeit abbauen kann. Okay, ich muss zugeben dass ich bereits im November nicht mehr allzu fleissig war – aber das ingoriere ich jetzt mal ;-)

Ich will die kommenden Monate versuchen, mein Laufpensum langsam zu steigern und so bis April auf 40km-Woche zu kommen. Denn im Oktober starte ich wieder beim Frankfurt Marathon, die Anmeldung dafür habe ich frühzeitig erledigt.

Am Ende des Sommers hatte ich den Eindruck, dass ich richtig gut fit war. Das hat sich auch bei den beiden Halbmarathons in Mühlheim und Offenbach, aber auch beim 10km-Lauf in Neu-Isenburg bemerkbar gemacht. Jetzt habe ich den Eindruck: Das ist alles wieder weg und ich fange mit meiner Grundlagenausdauer wieder bei null an.

Denn in den bisherigen Läufen im Januar war der Puls unter der Woche natürlich höher, als am Wochenende. Das ist ja an und für sich nichts neues. Neu ist aber, dass ich laut der TomTom Multi-Sport Cardio mit einem Puls von knapp 180 Schlägen pro Minute unterwegs bin.

Gefühlt kann das aber nie hinkommen. Denn in diesem Pulsbereich müsste ich ja japsen und schnaufen wie eine Dampflock, wenn ich wirklich so viel Kondition abgebaut habe, wie ich vermute. Die Läufe waren aber mehr oder weniger entspannt um höchstens im GA 1/2-Bereich. Klar ist es logisch, dass ich mit weniger Grundlagenausdauer eine höhere Belastung bei gleichbleibendem Tempo habe. Die sollte dann aber nicht nur „auf dem Papier“ bescheinigt werden – ich müsste doch beim Laufen merken, dass ich angestrengter bin, oder?

Bei einem Lauf am Sonntag schien mir die Pulsuhr dann einen deutlich zu niedrigen Wert anzuzeigen: Angeblich habe ich den Sonntagslauf mit gerade einmal 160 Pulsschlägen im Schnitt absolviert. Das kommt mir doch merkwürdig vor. Besonders im Zusammenspiel und unter berücksichtigung des jeweiligen Tempos scheinen mindestens eine Messung um 15-20 Schläge abzuweichen. Denn bei jenem Lauf am Sonntag hatte ich das Gefühl, dass ich genau so angestrengt war, wie bei den Läufen am Dienstag und Donnerstag.

In der letzten Woche habe ich mich dann auch mal wieder ins Fitnessstudio gequält. Ein wenig Stabilität im Rumpf muss ja auch sein. Und auch wenn für mich der Leitspruch gilt No matter how bad it is, treadmill is worse!, habe ich mich trotzdem auf das Laufband begeben. Hier will ich sukzessive meine Vibram Five Fingers „einlaufen“, so dass ich später einmal die eine oder andere kleine Trainingseinheit dait absolvieren kann. Die Five Fingers habe ich deshalb neuerdings grundsätzlich im Fitnessstudio an. Mit diesen Schuhen habe ich mir aber prompt sowohl am linken, als auch am rechten „Großen Onkel“ jeweils eine Blase gelaufen. Aber die sind ziemlich klein und stören nur ein bisschen.

Normalerweise habe ich auf dem Laufband nach spätestens zwanzig Minuten keine Lust mehr. Das ist mir dann zu langweilig. Aber am Dienstag war es ganz okay. Entweder lag es daran, dass ich schon lange nicht mehr auf dem Laufband war, oder ich konnte mich mit genügend TED Talks als Video auf dem Smartphone und dem Programm auf drei Fernsehern ablenken. Da lief nämlich auf Eurosport die Zusammenfassung des bisherigen Africa-Cups, Galileo und so eine Reportage auf N24 über diese Zeichnungen in der Wüste. Leider hat man bei uns im Studio keinen Ton zu den Sendungen, aber ich konnte trotzdem das meiste anhand der Bilder verstehen.

Im Januar habe ich bisher rund 87 Laufkilometer absolviert. Ich denke, dass ich mit der nächsten Woche die 100 voll machen werde. Das sind dann zwar nur 20 Kilometer im Wochenschnitt, aber an fängt ja langsam an. Auch wenn das eigentlich Quatsch ist, da ich ja nie wirklich aufgehört habe und abgesehen von der vierwöchigen Pause zumindest ein bisschen gelaufen bin.

Ich hoffe, dass in den kommenden Wochen das Wetter so weit mit spielt und weiterhin Läuferfreundlich bleibt. Denn bei Schnee und Eis mag ich nicht so gerne laufen. Das ist mir zu gefährlich, auch wenn ich überwiegend auf befestigten Wegen laufe. Oder bin ich da zu weich?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.