Ja. Jahresrückblicke. Das ist immer so eine Sache. Die einen finden’s toll, die anderen stink langweilig. Trotzdem will ich kurz mein vergangenes „Trainings„-Jahr Revue passieren lassen und ein wenig die Z.D.F. (Zahlen, Daten, Fakten) zusammen tragen. Nicht nur für mich selbst, sondern natürlich auch, um damit schonungslos anzugeben – oder mich der Lächerlichkeit preis geben, wie man es nehmen will.

Jahreszusammenfassung

Der Dezember war der schönste Laufmonat in der Statistik. Denn da brauche ich nichts auszuwerten oder zu analysieren. Ich bin im ganzen Dezember nämlich nicht einen Trainingskilometer gelaufen. Lediglich ein mal Fussball spielen am Anfang des Monats war drin.

In den restlichen elf Monaten des Jahres 2014 habe ich insgesamt eine Strecke von 1.355 Kilometern in 119 Stunden und 14 Minuten zurück gelegt. Das sind knapp 300km und 26 Trainingsstunden weniger, als noch 2013. Zu meiner Verteidigung muss ich aber erwähnen: Ich habe 2014 an keinem Marathon teil genommen und deshalb auch ein insgesamt geringeres Trainingspensum absolviert.

Mein Ziel vor dem Jahr war es, jede Woche mindestens 3 mal Laufen zu gehen und dabei pro Woche mindestens 30 Kilometer zu absolvieren. Im Schnitt kommt das nicht ganz hin – schade eigentlich. Selbst wenn ich den Dezember raus rechne, dann reicht das immer noch nicht ganz.

Monatsranking Laufstrecke

Die Monate, in denen ich am weitesten gelaufen bin, sind über das Jahr verstreut. Es ist kein einzelner Trainings-Höhepunkt erkennbar – es gab ja auch keinen. Absteigend sortiert nach Gesamtlaufleistung sah mein absolviertes Pensum so aus:

  1. August – 164km
  2. Oktober – 152km
  3. Februar – 149km
  4. April – 145km
  5. November – 137km

In den anderen sechs Monaten bin ich zwischen 80 km (Juli) und 130km (September) gelaufen. 2015 werden es aber sicher wieder mehr Kilometer, da ich mich ja bereits für den Frankfurt-Marathon im Oktober angemeldet habe. Im Rahmen des Trainings habe ich mit Sicherheit wieder mehrere Wochen, in denen ich 60 Kilometer oder mehr laufen werde.

Das Jahr der Wettkämpfe

Im vergangenen Jahr habe ich mich bewusst dazu entschieden, keinen Marathon zu laufen. Statt dessen wollte ich mehrere „kleinere“ Wettkämpfe absolvieren und auch endlich mal in die Gesamtwertung des Mainlaufcup kommen.

In die Gesamtwertung habe ich es auch geschafft. Zwar nur auf Platz 99 in der Gesamtwertung – aber immerhin. In meiner Altersklasse (Ü30) bin ich sogar 7. geworden.

Rekorde, Rekorde!

Ich weiß nicht, ob es am planlosen und „individuell und inspirationell zusammengestellten“ und relativ stressfreiem Training lag, oder durch ideale äußere Bedingungen oder sonst was anderes: Ich habe 2014 drei mal meine Bestzeit für den Halbmarathon verbessert, obwohl ich nur an vier teilgenommen habe. Auch die 10km-Rekordzeit habe ich um längen verbessern können.

Ziellinie Offenbacher Mainuferlauf 2014
So sah es im Zielbereich des Offenbacher Mainuferlauf 2014 aus - als ich meinen in diesem Jahr schnellsten Halbmarathon lief.

Die erste persönliche Bestzeit (PBZ) auf der Halbmarathonstrecke habe ich bereits im März gelaufen. Mit 1:40:07 war ich jedoch nur 23 Sekunden schneller als meine bis dahin geltende Bestzeit, die ich 2010 in Darmstadt aufgestellt hatte (1:40:30). Beim Mühlheimer Volkslauf habe ich diese Bestzeit dann nochmals um fast drei (!) Minuten verbessern können. Das wiederum war fast sechs Minuten schneller als mein Ergebnis beim Steinberger Volkslauf vier Monate zuvor. Es scheint, als hätte ich Sommer ordentlich und effektiv trainiert. Im Oktober beim Offenbacher Mainuferlauf konnte ich trotz (oder wegen?) des dichten Nebels den Halbmarathon in 1:36:41 zurück legen. Damit habe ich meine PBZ aus dem September nochmals um 25 Sekunden verbessert.

Meine Persönlich Bestzeit auf der Halbmarathon-Distanz habe ich im letzten Jahr also regelrecht pulverisiert. Nicht nur, dass ich sie insgesamt um fast vier Minuten verbessert habe – sondern diese bessere Zeit auch mehrfach erreicht habe.

Röntgenbild rechte Hand, Daumen
Mitbringsel vom Hugenottenlauf in Neu-Isenburg.

Die 42:22 über 10km in Neu-Isenburg sind auch ein Rekord – ich hätte sogar ein paar Sekündchen schneller sein können, wäre ich nicht gestürzt und hätte mir dabei meinen Daumen angeknackst. Zwar sind die 49:22 Minuten aus der Seligenstädter Winterlaufserie, wo ich 2011 durch den schneebematschten Wald lief, nicht wirklich vergleichbar – aber Wettkampf ist Wettkampf :-)

Ausblick auf 2015

Im neuen Jahr will ich natürlich wieder so „viele“ Wettkämpfe mitmachen. Mir hat das schon irgendwie gefallen, regelmäßig in den Startreihen zu stehen und über die Ziellinie zu hecheln. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ich so auch gleich eine Art Bescheinigung meiner tatsächlich Wettkampfleistung bekomme. Denn wenn man einen Tempolauf o.ä. absolviert und sich den „Race-Pace“ vornimmt, ist das ja doch etwas anderes, als wenn man tatsächlich ein Halbmarathon-Rennen läuft.

Hinzu kommt, dass ich in diesem Jahr wieder den Marathon mitlaufe. Und nach meinen hoffnungsvollen Ergebnissen im vergangenen Jahr will ich jetzt endlich schneller als 3:30:00 sein. Kann doch nicht sein, dass ich da einmal drei und einmal sechs Minuten dran vorbei geschrammt bin!

Mein drittes, optionales und eher „nice-to-have“ Ziel ist es, 2015 mehr als zweitausend Kilometer zu laufen. Das nehme ich aber nicht so ganz ernst, denn ein wenig fehlt mir dafür der Ansporn. Ich will auch nicht Kilometer bolzen, nur um sie auf dem Papier zu haben – ein gescheites Marathontraining ist mir da wichtiger. Aber wenn ich in diesem Jahr 2.000 Laufkilometer schaffen sollte, dann … ich weiss nicht. Was mache ich denn dann im nächsten Jahr? Hast du eine Idee oder einen Vorschlag? :-)

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