Mein erster Besuch im neuen Brooks Headquarter

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Nach knapp einem halben Jahr war es wieder soweit: Brooks rief seine RunHappy AmbassadorInnen zu einem weiteren Treffen zusammen. Denn es gab nicht nur die neue Kollektion, sondern auch das nagelneue Headoffice in Münster zu bestaunen. Eine sehr gute Gelegenheit, die anderen AmbassadoreInnen wieder zu treffen!

Das Brooks Headquarter in Münster (Westfalen)
Das Brooks Headquarter in Münster (Westfalen)

Da ich erst am Samstag früh anreiste, war ich beim FunRun am Vorabend mit dem anschliessenden Abendessen leider nicht dabei. Dafür war ich Samstag früh als erster vor Ort und konnte so ein wenig die neuen Büroräumlichkeiten in Augenschein nehmen. Vor drei Wochen ist Brooks hier erst eingezogen – bzw. immer noch mittendrin im Umzug. Die Büros und Meetingräume sind sehr großzügig, offen und hell gestaltet. Ich glaube es gab gar keine richtige Fassade, sondern nur Fenster in den Büroräumen. Es machte einen kommunikativen und kreativen Eindruck und hat einfach gute Laune verbreitet. Schnell bereute ich, dass ich die große Kamera doch nicht mitgenommen hatte und auf das Handy zurückgreifen musste.

Nach einem kurzen Vortrag von Bengü, unsere „Betreuerin“, erklärte uns Bettina vom Apparel-Team ausführlich die neue Apparel-Kollektion. Dannach gab es quasi während der Mittagspause für die Mädels ein Bra-Fitting bevor wir uns alle gemeinsam Teile der neuen Bekleidungs-Kollektion anprobieren durften. Zum Schluß fachsimpelten wir noch mit Andy vom Schuh-Entwicklungsteam über die Unterschiede einzelner Bauarten und was Brooks im Schuhsektor in der kommenden Kollektion zu bieten hat.

Ein Ausflug in die Brooks-Bekleidungswelt

Apparel bzw. Bekleidung gibt es bei Brooks bereits seit 1981, der Fokus lag aber immer auf Footwear. Faszinierend fand ich, dass beide Bereiche aber ungefähr 1,5 Jahre „voraus“ sind. Bettina erklärte uns, dass sie jetzt im Abschluß der Saison Frühjahr/Sommer 2017 sind und demnächst mit der Entwicklung der Herbst/Winter 2017-Kollektion beginnen.

Das erklärt natürlich, warum es manchmal ein wenig länger dauern kann, bis Nutzer-Feedback umgesetzt werden kann. Denn wie die meisten Bekleidungshersteller, hat Brooks auch keine eigenen Fabriken über die sie einfach so schalten und walten können.

Bei Brooks konnten wir nicht nur die aktuelle Kollektion, sondern auch die nächste und übernächste sehen.
Bei Brooks konnten wir nicht nur die aktuelle Kollektion, sondern auch die nächste und übernächste sehen.

Aber dafür ist Brooks auch das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig: Die produzierenden Fabriken müssen ein schweres Audit durchlaufen, dürfen keine Kinderarbeit machen, müssen die 40-Stunden-Wochen und regelmässige Pausenzeiten einhalten und fairen Lohn zahlen. Das lässt sich wohl aber nicht immer zweifelsfrei durchsetzen. Im Gegensatz zu den anderen Big Playern im Sportartikelmarkt hat Brooks aber die Tester der Stiftung Warentest in die Fabrik gelassen und konnte so in diesem Punkt Testsieger werden.

Im Bekleidungsbereich gibt es eine wichtige technische Neuerung: die Steady Series. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Hohlkammerfaser, die noch schneller Feuchtigkeit nach aussen transportiert und schnell trocknet. Zudem bietet sie einen UV-Schutz und ist nicht chemisch behandelt.

Die Steady-Series Shirt konnten wir beim anschließenden Fitting gleich begutachten. Hier haben wir auch ein wenig durch die aktuelle Frühjahr/Sommer-Kollektion gestöbert und durften die Sachen gleich anprobieren. Interessant fand ich das Run-Thru Jacket. An den Schultern und der Brust is es aus leichtem und wasserabweisenden Material, dass an meine supra-dünne odlo-Jacke erinnert.

Blick auf die Brooks-Apparel Kollektionen in der hauseigenen Ausstellungsfläche.
Blick auf die Brooks-Apparel Kollektionen in der hauseigenen Ausstellungsfläche.

Am Bauch, dem Rücken und den Unterarmen ist das Run-Thru Jacket aus luftdurchlässigen Mesh-Gewebe. Das fand ich bei der Vorstellung zunächst noch ziemlich merkwürdig. Als ich die Jacke dann aber an hatte, war mir sofort klar, wo ich die tragen würde: Bei Läufen im Sommer und Frühherbst in den frühen Morgenstunden. Wenn es draussen noch ein bisschen Feucht und leicht frisch, aber nicht wirklich kalt ist. Das Wetter bei dem ich immer hadere, ob ich ein Herbst-Langarmshirt oder Kurzarmshirt anziehen. Ich glaube, da ist die genau richtig für! Also habe ich die direkt auf meine Wunschliste gesetzt. Dazu gibt es auch eine passende Hose, ein Cap und ein Visor.

Beim Apparel Fitting konnten wir nicht nur die aktuelle Kollektion, sondern bereits die nächste Saison in Augenschein nehmen. So habe ich z.B. schon den Ghost 10 gesehen, während aktuell noch der achte in den Läden steht 🙂

Der neue Ghost 9 von Brooks. Auf den ersten Blick hat sich nicht viel verändert - aber ein bisschen schon :-)
Der neue Ghost 9 von Brooks. Auf den ersten Blick hat sich nicht viel verändert – aber ein bisschen schon 🙂

Schuhe, Füße und Läuferleiden

Nach dem Fitting widmeten wir uns dem Thema Schuhen mit Andy. Statt einer Berieselung über neue Modelle und technische Features gab es ein Q & A, bei dem wir alles rund um das Thema Laufen und Schuhe fragen konnten und Andy sein Fachwissen als Experte bei Brooks und ehemaliger Mitarbeiter in einem Laufshop und einem Orthopädiefachgeschäft unter Beweis stellen konnte.

Hier ging es vom Fersensporn über Schienbeinkantensyndrom bis hin zum Zwischensohlenmaterial. Sascha hatte sogar keine Twitter-Follower gefragt, welche Fragen er mitnehmen soll und so einen ganzen Stapel abgearbeitet. Die für mich wichtigstens Kernaussagen dieser Q&A-Runde waren:

  • Wer viel läuft, sollte zwei oder sogar mehr Paar Laufschuhe haben und diese regelmäßig wechseln. Zum Beispiel zwischen Schuhen mit viel und wenig Dämpfung, hoher oder niedriger Sprengung. Damit kann man verhindern, dass sich die Muskulatur einseitig entwickelt und man „abhängig“ von einem Typ Schuh wird.
  • Laufschuhe mit niedriger Sprengung von 6 mm oder weniger haben einen biomechanischen Vorteil: Die Muskeln in der Wade und am Schienbein sind aktiver, als bei höherer Sprengung.
  • In den Brooks GoreTex®-Schuhen ist eine Art Socke verbaut bzw. eingenäht. In der Produktion läuft es so, dass Brooks den Rohling produzieren lässt und den Schuh dann zur Weiterverabeitung an GoreTex weiter gibt. Die eingenähte Socke ist wenig flexibel und darf sich nicht dehnen, denn das würde bedeuten dass sich die Poren bzw. Membranen des Materials öffnen und schließen können müssten. Und genau das ist bei wasserundurchlässigem Material eben nicht gewünscht. Ergo: Mein Ghost 8 GTX kommt mir nicht nur enger und weniger geräumig vor, das ist genau so und ein gewünschter Effekt.

Auch Münster will gesehen werden

Nach dem wirklich aufschlussreichen aber anstrengenden Tag ging es ins Hotel. Kurz frisch machen und dann eine kleine Stadtführung durch Münster. Da haben wir viel gesehen und gelernt, aber weder KHK Thiel noch Prof. Dr. Boerne getroffen 😉

Der St. Paulus Dom in Münster. Über mehrere Jahrhundert gebaut und erweitert hat er Bauabschnitte aus der Gotik und Romanik und dem Barock.
Der St. Paulus Dom in Münster. Über mehrere Jahrhundert gebaut und erweitert hat er Bauabschnitte aus der Gotik und Romanik und dem Barock.

Zum Abschluß des Abends waren wir gemeinsam westfälisch Essen. Sehr lecker, fand ich. Bei Speis und Trank quatschten wir über das Bloggerdasein und dessen Leiden, tauschen Erfahrungen aus und erzählten den einen oder anderen Schwank aus unserer Jugend.

Insgesamt war es ein schöner, interessanter und aufregender Ausflug in die Brooks-Welt. Ich danke Bengü und Nicole für die tolle Organisation, Bettina und Andy für ihre tollen Präsentationen sowie Johanna und Johnny für die Anproben – und natürlich vor allem dafür, dass allesamt sich am Freitag abend Samstag die Zeit für uns Ambassadoren genommen und extra-hours geschoben haben!

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