Vor kurzem habe ich mir die Laufjacke Riccochet von odlo gekauft. Als ich sie auspackte, war ich überrascht: sie ist total dünn und super leicht. Ich fragte mich, ob sie auch hält, was sie verspricht, denn das Material schien mir extrem dünn zu sein. Zu dünn, um tatsächlich zu funktionieren. Denn die odlo Laufjacke Riccochet sollte sowohl wind- als auch wasserabweisend und dabei auch noch atmungsaktiv sein.

Ich musste ein paar Wochen warten, bis sich das Wetter endlich anbot, die Jacke zu testen. Im Hochsommer bei warmen Temperaturen mit Jacke zu laufen finde ich nämlich nicht sonderlich sinnvoll. Ich habe mir deshalb einen Tag ausgesucht, an dem es den ganzen Morgen und Vormittag geregnet hatte. Ich habe extra gewartet, bis es aufhörte zu regnen, da ich der Jacke nicht so richtig etwas zutraute.

Die Jacke ist super dünn, leicht und funktional

Ausser dem hauchdünnen Material, aus dem die Laufjacke gemacht ist, hat sie noch ein paar andere Features. Zum einen hat sie links und rechts Jackentaschen mit einem Reissverschluss. Das ist praktisch, aber nicht unbedingt standard. Denn manche Laufjacken haben eben keine Taschen. Ausserdem sind die Reissverschlüsse, sowohl von den Taschen, als auch der Hauptreissverschluss vorne, oben mit einer Lasche eingefasst. Zum anderen ist an den Ärmeln und unter den Armen ein luftdurchlässiger Stoff eingenäht, der für bessere Belüftung und Kühlung sorgen soll.

Im Gegensatz zu den anderen Laufjacken die ich habe, ist die Riccochet von odlo wirklich super leicht. Man merkt gar nicht, dass man sie trägt. Auch von der passform ist sie gut geschnitten. Sie lässt sich wirklich angenehm tragen.

Am unteren Saum ist, wie bei den meisten Laufjacken, noch eine Kordel durch gezogen, mit der man die Laufjacke auch unten „verschliessen“ kann. Der Clou bei odlos Riccochet ist aber: Die Enden der Kordel sind in den Jackentaschen. So baumeln sie beim Laufen nicht rum. Ich finde es ziemlich clever, die in die Jackentaschen zu tun.

Ich trug die Riccochet beim Laufen „mit Wetter“

Während des Laufs war es natürlich noch ein wenig frisch, denn obwohl es nicht mehr regnete, hatten sich die Wolken nicht verzogen. Zwar hat es auch nicht mehr geregnet, aber ab und zu kam noch mal ein kleiner Schauer mit Nieselregen herunter. Und natürlich das Wasser, das von den Bäumen fiel.

Die Jacke hat dem Wind auf jeden Fall sehr gut stand gehalten. Besonders die beiden Male während des Laufs, als ich über den Main lief, merkte ich, dass die Jacke wirklich dicht hielt. Natürlich habe ich gespürt, dass der Wind ganz schön gepustet hat. Aber zu mir selbst ist nichts durch gedrungen. Die Jacke hat das ganz gut abgehalten.

Auch die paar Regentropfen, die ich abbekommen habe, blieben draussen. Zwar wurde das Material „nass“, aber davon habe ich während des Laufens nichts gemerkt. Das High-Tech-Material der odlo Laufjacke „Riccochet“ hat tatsächlich wie versprochen Wind und Wasser abgewehrt.

Laufjacken haben ein Problem mit Wasser, das von Innen kommt

Laufjacke Riccochet von odlo vorne nach dem ersten Test mit ein paar nassen Flecken auf der Brust
Ein wenig nass auf der Brust, sonst nichts. Leider nicht nur auf der Außenseite.
Leider haben aber alle Laufjacken scheinbar das gleiche Problem: Wenn man nicht gerade nur 30 Minuten läuft, fängt man in der Jacke an zu schwimmen. Zwar lassen die guten Jacken kein Wasser rein, aber meistens auch nicht so wirklich heraus. Bei der odlo Laufjacke Riccochet ist das nur bedingt anders. Ich habe nach dem Lauf mal ein paar Fotos gemacht, wo man sieht wie sich das Wasser verteilt. Da die Jacke nicht durchgängig nass ist, wird wohl das wenigste davon von Regen kommen.

Laufjacke Riccochet von odlo - Frontansicht nach dem ersten Test
Das Wasser kam ein bisschen von drinnen nach draussen.

Zwar hat das Material den Schweiß ganz gut aufgenommen und nach außen befördert, so dass ich während des Laufens nicht so sehr das Gefühl hatte, nass zu sein. Aber das hielt nur etwa 60 Minuten. Dannach hatte ich schon das Gefühl, dass ich vor allen Dingen an der Brust nass war – an den Armen gar nicht mal so sehr. Hier habe ich sonst bei den anderen Jacken immer schnell das Gefühl, dass es nass ist. Möglicherweise hängt das mit den Lüftungsschlitzen an den Unterarmen in Höhe der Handgelenke zusammen. Die Handgelenke an sich sich auch recht trocken geblieben, aber das liegt mit Sicherheit an den Schweißbändern, die ich fast immer beim Laufen trage. Und zum Glück hat sich am Ellenbogen das Wasser nicht gesammelt, wie das schon bei einer anderen Jacke erlebt habe.

Zugegeben, ich habe die Jacke im Juli getestet. Hier ist das Wetter natürlich nicht so extrem, wie im November oder März. Ich werde also die Jacke noch dem einen oder anderen „Härtetest“ unterziehen müssen.

Laufjacke Riccochet - Ansicht des rechten Arm nach dem ersten Test, auch ziemlich angeschwitzt
Das Wasser dran nicht überall nach draussen, manche Stellen sind trocken geblieben.
Laufjacke Riccochet von odlo - Unterarm nach dem ersten Test.
Am Handgelenk ist es noch recht trocken.

Fazit

Insgesamt muss ich dann aber doch sagen, dass ich mit der Laufjacke ganz zufrieden bin. Das liegt vor allem daran, dass ich sie im Sonderangebot deutlich günstiger bekommen habe. Für 35,- € ist sie schon deutlich besser und hochwertiger als die Laufjacken, die man sonst für den Preis bekommt. Der Originalpreis der Laufjacke Riccochet von odlo liegt etwa doppelt so hoch – bei rund 70,- €. Hätte ich die für die Jacke ausgegeben, wäre ich vermutlich etwas enttäuscht gewesen. Ja, sie ist besser, dass die ganz billigen Laufjacken von Tchibo o.ä. die gerade mal um die 20,- € bis 30,- € kosten. Aber nach diesem ersten Test bin ich noch nicht ganz überzeugt davon, dass sie wirklich die 40,- € bis 50,- € mehr auch wirklich Wert ist.

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