Seit mehr als fünf Jahren laufe ich regelmäßig. Und damit meine ich eine Umfang von mehr als 1.500 Kilometern pro Jahr. Zur Größeneinordnung: Im Jahr 2013 bin ich 1.725 Kilometer in 158 Stunden und 8 Minuten gelaufen. Hinzu kommen in jedem Jahr ein paar Stunden auf dem Rad und mit Inlinern. Auch im Fitnessstudio höre ich immer Musik aus meinem MP3-Abspielgerät.

Mein erstes „Messgerät“, um mein Training in Zahlen, Daten und Fakten zu gießen, war ein iPod nano mit Nike+-Sensor. Seither lasse ich mich auf meinen Läufen nahezu immer von akustischer Untermalung begleiten. Seit dem ich diesen immensen Laufumfang von 150 Stunden und mehr im Jahr absolviere, habe ich einige verschiedene Kopfhörer benutzt. Oder genauer gesagt: verschlissen. Denn wenn ich in meine Amazon-Bestellhistorie schaue, finde ich alle zwei Jahre eine Bestellung über ein Paar Kopfhörer.

Zuerst Kopfhörer von den Sound-Experten

Schon von Anfang an habe ich beim Laufen In-Ear-Kopfhörer genutzt. Den ersten Ersatz musste ich mir holen, weil mir die damaligen Standard-Apple-Kopfhörer beim Laufen immer aus dem Ohr gefallen sind. Deshalb hatte ich mir als Ersatz die Sennheiser CX-300 (ca. 30€, 2008) und später die Sennheiser CX-400 (ebenfalls etwa 30€, 2010) gekauft. Der Clou dieser In-Ear-Systeme damals war die Kappe aus Silikon. Damit kann man den Hörer tatsächlich im Gehöreigang mehr oder weniger fest rein stecken. Diese Form der Hörer ist heutzutage aber normal. Es gibt sie mittlerweile von vielen verschiedenen Herstellern. Im Lieferumfang sind die Kappen zudem in drei verschiedenen Größen (klein, mittel, groß) enthalten. Mittlerweile gibt es von den Sennheiser-CX-Kopfhörern, die ich vor Jahren benutzte, die Nachfolgegenerationen.

Die Sennheiser-Kopfhörer waren wirklich gut. Der Klang war genau so, wie ich mir das von einer professionellen Audio-Geräte-Marke vorstellte. Aber auch mit Sitz der Hörer im Ohr konnten mich die Sennheiser-CX überzeugen. Ich fand die am Ende so gut, dass ich sie mir gleich noch einmal bestellte, als das erste Paar verschlissen war.

Die Sennheiser CX-Serie ist zum Laufen nicht gemacht

Dann kam ich auf die Schwachstelle der Sennheiser-CX: der Übergang vom Kabel zum eigentlichen Hörer ist wohl nicht so gut gebaut, um vielen Bewegungseinwirkungen Paroli zu bieten. Denn hier hatte ich bei beiden Kopfhörern einen Kabelbruch. Für einen Preis von rund 30,-€ fand ich das einfach unangebracht. Sicher würden die länger halten, wenn ich damit nicht stundenlang Laufsport bertreiben würde. Sie waren für meinen Zweck eben nicht geeignet.

Dannach habe ich etwas neues probiert: Die Philips SHQ3000 In-Ear Sport-Kopfhörer habe ich mir 2012 angeschafft. Auch hier handelte es sich um moderne In-Ear-Kopfhörer mit Silikonkappen in drei verschiedenen Größen. Interssant fand ich damals das Konzept mit den Bügeln, welches einen noch sichereren Halt beim Sporteln versprach. Auch waren die Kopfhörer etxra mit „Abwaschbarkeit“ beworben und schienen daher auch in dieser Beziehung optimal für den intensiven Sporteinsatz zu sein.

Sport-Kopfhörer von Philips waren ganz schlecht

Leider erwies sich das mit den Ohr-Bügeln als wenig kluge Entscheidung. Denn als Brillenträger diese Art der Kopfhörer zu tragen empfand ich als unangenehm. Das wird dann hinter dem Ohr einfach zu viel und drückt und reibt. Brillenbügel und Kopfhörerbügel waren keine gute Kombination.

Zu allem Überfluss hatten die Kopfhörer bereits nach knapp einem halben Jahr Aussetzer. Oft war es die rechte Seite, manchmal aber auch der linke Kopfhörer, der deutlich leiser war als der andere. Ich wollte das nicht reparieren – nicht mal wenn ich es gekonnt hätte. Ich hatte auch keine großartige Lust, das zu reklamieren. Ich frage mich, ob es daran lag, dass ich die Kopfhörer nach jedem zweiten oder dritten Lauf abgespült habe. So hatte es die Bedienungsanleitung nämlich vorgesehen.

Für 24,-€ waren die Philips SHQ3000 Sport-Kopfhörer ein wenig günstiger als die Sennheiser CX. Aber sie waren auch deutlich schlechter. Bei sechs Monaten „Lebenserwartung“ möchte ich auch nicht von Haltbarkeit sprechen. Zudem war der Klang auch nur so lala. Das Geld für die Philips-Kopfhörer war also zum Fenster raus geworfen.

No-Name geht auch

Seit dem vergangenen Jahr benutze ich ein paar No-Name Kopfhörer, die ich als Werbegeschenk eines niederländischen Bierbrauers bekam. Die waren nicht schlecht und haben ihren Dienst erfolgreich geleistet. Dafür, dass die Kopfhörer mich nichts gekostet haben, waren sie richtig gut und haben meine Erwartungen sogar übertroffen.

Da sie nicht ganz so gut verarbeitet waren, haben die sich jetzt schon nach einem Jahr verabschiedet. Zwar war der Ton usw. noch okay – aber die Stelle, an der die Kabel des linken und rechten Hörers zu einem werden war kaputt gegangen. So drohte das Kabel auseinander zu fleddern.

Neue Kopfhörer müssen her

Deshalb habe ich mich erneut umgeschaut und ein paar Kopfhörer zum Laufen besorgt. Zwar hatte ich einen kurzen Blick bei Saturn an die Kopfhörer-Wand gewagt, aber da war mir zu viel 10,-€-billig-Kram dabei. Die haben schon so ausgesehen, als würden die nichts taugen. Natürlich gab es dort auch die Sennheiser-CX-Kopfhörer. Der Preis war mir aber mit 40,- € oder 50,- € nicht geheuer. Bei der Gelegenheit habe ich kurz überlegt, ob ich nicht komplett kabellose Kopfhörer – also mit Bluetooth – haben will. Denn Bluetooth-Kopfhörer liegen auch bei einem Preis von 40,- bis 50 Euro. Zugegeben, die Preis-Skala nach oben ist natürlich offen.

Das erste Paar Bluetooth-Kopfhörer zum Laufen habe ich mir bestellt und getestet. Meinen Erfahrungsbericht dazu habe ich in einem weiteren Artikel veröffentlicht.

Photo credit: Nicola since 1972 via flickr. No changes made. Licensed under – BY 2.0

2 Kommentare

  1. Die Erfahrungen kann ich bestätigen. Zwar fahre ich hauptsächlich Rad und trainiere im Studio, die Problematik ist aber die gleiche: Schneller Verschleiß und schlechte Fixierung….

    Die „Premium-Hersteller“ a la „Sennheiser“, „Bose“ und Co bieten sämtlich vernünftigen Sound. Um die teilweise enormen Preisunterschiede zu besseren „No-Names“ zu rechtfertigen die auch nicht schlecht klingen reicht das aber nicht – finde ich. Nach langem Suchen habe ich meine persönlichen Favoriten von „CBL“ gefunden. Auf Grund der ausergewöhnliche ergonomischen Form, die Hörer sind gebogen und deshalb automatisch sehr gut im Ohr platziert, haben sie eine hervorragende Dämpfung der Nebengeräusche, bieten guten Sound und sind – relativ – preiswert.

    http://www.amazon.de/gp/huc/view.html?ie=UTF8&newItems=C3UQUWKPIMFBXF%2C3

    1. Hallo,

      danke für den Kommentar und den Tipp. Ja, ich verzichte bei sportiver Betätigung auch lieber auf ein wenig Klangerlebnis und habe dafür einen „stressfreieren“ Sitz im Ohr. Die Premium-Marken lassen sich hier in der Tat ihren Namen gut bezahlen.

      Der Link funktioniert leider nicht, weil er direkt in einen Warenkorb geht. Unter CBL finde ich bei Amazon nichts, was nach Kopfhörer aussieht :-)

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